18. Oktober 2004
Interview mit Dr. Philipp Reisert, Präsident BV Schmuck + Uhren



v.l.: Dr. Alfred Schneider, Geschäftsführer JRG Jewellery Relations Group und
Dr. Philipp Reisert, Präsident des Bundesverbandes (BV) Schmuck + Uhren

Redaktion:
Herr Dr. Reisert die Marketingkampagne „Schmuck ist...“ stellt jetzt Deutschlands Juwelieren die ersten
3 Werbemotive für die Weihnachtswerbung zur Verfügung. Wir würden gern Ihre Meinung dazu wissen.

Dr. Reisert:
Ich persönlich begrüße außerordentlich den Gemeinschaftssinn der kompletten Branche, sich in einer Gemeinschaftskampagne für Schmuck stark zu machen. Das ist notwendig und absolut richtig. Die Kampagne ist sehr gelungen, weil sie durch ihren Slogan „Schmuck ist ...“ flexibel und für alle anwendbar ist und aus meiner Sicht keine Wünsche offen läßt.

Redaktion:
Einzelhandel und Großhandel kritisieren die Industrie, weil die Teilnahmebereitschaft noch zu zögerlich und zu gering ist.
Wie sehen Sie das?

Dr. Reisert:
Das stimmt. Die Industrie hat hier Nachholbedarf. Wir haben zwar immer gesagt, dass die Jewellery Relations Group primär vom Handel getragen werden muß, dass die Industrie sich jedoch solidarisch daran beteiligt. Der Handel hat jetzt der Industrie eine „Steilvorlage“ gegeben. Nun muß die Industrie kommen und ich fordere alle dazu auf, sich für die Jewellery Relations Group zu engagieren. Die verbandsübergreifende Aktivität bringt die gesamte Branche nach vorne.
Im übrigen will ich ergänzen, dass auch unser Haus, die Firma C. Hafner, sich an der Jewellery Relations Group beteiligt.

Redaktion:
Verstehen wir Sie richtig, dass Sie damit zum Ausdruck bringen, dass sich die einzelnen Verbände der Schmuckbranche im Interesse
eines Gemeinschaftsmarketing jetzt annähern?

Dr. Reisert:
Ja. Das ist eine Tendenz, die zum Ausdruck bringt, dass alle verstanden haben nicht gegeneinander, sondern miteinander für Schmuck aktiv zu werden. Das ist aus meiner Sicht heraus notwendig, weil es für alle ausschließlich nur darum gehen kann, die Attraktivität und Schönheit von Schmuck ins rechte Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Dazu kann ich nur nochmals an alle Kollegen aus der Industrie apellieren, die Jewellery Relations Group zu unterstützen. Weil diese Initiative nach Meinung des Industrieverbandes die richtigen Ziele anstrebt.

Redaktion:
Und die wären?

Dr. Reisert:
Zum ersten: Schmuck beim Endverbraucher besser zu positionieren.
Zum zweiten: Den sich drastisch veränderten Schmuckmarkt positiv zu beeinflussen.
Zum dritten: Für die gesamte Branche eine deutliche Umsatzsteigerung anzustreben.
Diese drei Ziele sind existenzwichtig für alle. Deshalb bin ich persönlich und der Vorstand des BV Schmuck + Uhren dafür, die
Jewellery Relations Group zu unterstützen.

Redaktion:
Als Präsident des BV Schmuck und Uhren wissen Sie natürlich, dass auch die gesamte deutsche Schmuckfachpresse die Jewellery Relations Group als Förderer aktiv unterstützt und selbst voll hinter diesen gemeinschaftlichen Zielen steht.
Wir danken Ihnen für dieses klare Bekenntnis zur Jewellery Relations Group und wünschen uns, dass Ihre Kollegen aus der Industrie ihren Appell aufnehmen und sich genauso stark wie der Großhandel und die Juweliere engagieren.
Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

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