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Mittwoch, 26. Januar 2005, Nummer 20
Endlich alle in einem Boot
Schmuckbranche zieht bundesweit an einem Strang - Trendshows in Pforzheim und München geplant
PFORZHEIM. "Gemeinsam sind wir stärker", das haben nicht nur die Verbandsvertreter der Schmuck- und Uhrenbranche erkannt. Die große Trendshow wird im Februar gemeinschaftlich finanziert und organisiert.

Werbung für Schmuck machen Verbandspräsident Philipp Reisert, das neue Vorstandsmitglied Karina Ratzlaff, und Geschäfts-
führer Alfred Schneider von der Jewellery Relations Group (JRG)
Foto: Gerhard Ketterl, Pforzheimer Zeitung
Die erste Trendshow in Pforzheim findet am 18.Februar im großen Foyer (Kundenhalle) der Sparkasse Pforzheim Calw
um 20 Uhr statt und wird als attraktive Abendveranstaltung gemeinsam mit der Münchner Messe am 25. Februar als
Get-together-Party um 18.30 Uhr anlässlich der Fachmesse Inhorgenta wiederholt.
Die Veranstalter versprechen sich eine starke Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für Mode und Schmuck, da bereits die Fernsehsender RTL und n-tv ihr Kommen angekündigt haben.
Bisher haben sich als Teilnehmer folgende Firmen und Marken für die Präsentation auf dem Laufsteg bei Oswald Meisenbacher,
dem Koordinator der Gemeinschaftsprojekts, angemeldet: Burkhardt + Bischoff, CeDe, Fritz Stahl, Engelkemper, J. Köhle,
Elaine Ferrari, Nina Ricci, Eugen Schofer, Guthmann + Wittenauer, Leo Wittwer und Bruno Mayer.
Den Umsatz steigern
Alfred Schneider, Geschäftsführer der Jewellery Relations Group (JRG), sieht die gemeinschaftliche Trendshow ein wichtigen
Baustein auf dem Weg ist, die Öffentlichkeit wieder stärker für Schmuck und Uhren zu begeistern. Für die gesamte Branche soll
eine deutliche Umsatzsteigerung erreicht werden. Nach mehreren Jahren der Konsumflaute gibt sich Schneider, zugleich Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Schmuck+Uhren, zuversichtlich. Im Vorjahr sank der Umsatz der deutschen
Hersteller von Schmuck und Silberwaren von 949 auf 823 Millionen Euro.
In der Jewellery Relations Group haben sich deshalb alle Spitzenverbände der Branche, Sponsoren und Förderer DTC,
Platin Gilde, Inhorgenta, Förderungswerk Königstein und die führenden Branchenzeitschriften GZ Goldschmiedezeitung und
ujs Uhren Juwelen Schmuck zusammengeschlossen. Bereits im abgelaufenen Weihnachtsgeschäft hat die JRG dem Fachhandel Werbematerial flächendeckend zur Verfügung gestellt. Dies waren Poster, Kinowerbung und Flyer sowie eine Daten-CD mit
insgesamt 45 Werbemitteln zur Eigenproduktion vom Großflächenplakat über die Tageszeitungsanzeige bis hin zu Laden-
Dekoelementen.
Diese Aktion wurde vom Fachhandel mit großer positiver Resonanz aufgenommen: Zwischen 2000 und 3000 Juweliere,
Goldschmiede und Uhrmacher haben die Werbemotive "Schmuck ist trendy", "Schmuck ist klassisch" und "Schmuck ist emotional"
für sich genutzt.
Trotzdem sind sich alle Verantwortlichen darin einig, dass zwar ein beachtlicher Ruck durch die Branche gegangen ist, aber die Beteiligung den hohen Zielen des Marketings bei weitem noch nicht genügt. "Nur wenn alle mitmachen und ihre Marketing-Euros
in den Gemeinschaftswerbetopf abführen, kann die Initiative ihr Versprechen einlösen, ständig in den Printmedien und im
TV Schmuck vertreten zu sein", ergänzte Schneider.
Hier sind bereits die ersten nationalen Aktivitäten zu Weihnachten gelaufen: In allen dritten ARD-Programmen sind
"Mode mal Ehrlich"-Sendungen mit Schmuckbeteiligung gesendet worden und haben Millionen Zuschauer erreicht.
Deshalb forciert die JRG auf der Inhorgenta erneut ihre Aktivitäten und bietet auf allen Ständen der Verbände, des Förderungs-
werks Königstein, der Fachzeitschriften und bei ausgewählten Großhändlern und Herstellern Gespräche über die laufende Werbekampagne an.
Text: Lothar H. Neff, Wirtschaftsredaktion, Pforzheimer Zeitung
Abdruck:
Mit freundlicher Genehmigung der Pforzheimer Zeitung
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