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Er war gerade 15 Jahre alt geworden, da sah der junge Hans Wiegleb den Film Defa-Film
"Das Fräulein von Scuderie". "Es geht dabei um einen Goldschmied. Mir hat gefallen, wie er dort für sich in seinem Atelier gearbeitet hat", erinnert sich Wiegleb, der seit 1964 als Goldschmied arbeitet.
Gestern, am 1. September, eröffnete der Wolfsburger seine Ausstellung "Idee und Wirklichkeit" in den Räumen des Wolfsburger Bildungswerkes in der Heinrich-Heine-Straße 36.
Wieglebs Schmuckausstellung kommt allerdings ohne Schmuck aus.
"Nur zur Eröffnung sind einige Exponate in einer Vitrine zu sehen", erklärt Goldschmied Wiegleb.
"Aber eigentlich geht es darum, den kleinen Schmuckstücken auf großformatigen Fotos eine ganz andere Wirkung zu verschaffen"., erklärt Wiegleb.
So finden sich unter den Exponaten kleine Froschkönige mit Kronen und ein schmuckvoll gearbeiteter Singvogel - alle überlebensgroß an der Wand.
"Manchmal wirken die Stücke sogar schöner, wenn man sie in dieser Größe betrachtet"., sagte der Goldschmied.
Außerdem in der Ausstellung zu sehen: Fotos und Zeichnungen die belegen, wie eine Idee in Gold gearbeitet wird. "Jedes Schmuckstück muss zuerst im Kopf entstehen", er klärt Wiegleb. Wer denke, damit sei die Arbeit getan, irre sich. "Gold und Edelsteine sind widerspenstig. Sie können wehtun", erinnert sich Wiegleb an die ersten Versuche seiner Auszubildenden, mit dem Edelmetall zu arbeiten.
1982 machte sich Wiegleb mit einer Goldschmiede in Wolfsburg selbstständig.
"Mit Gold zu arbeiten, ist etwas besonderes", sagte er. Das Material sei sehr vielseitig, "es ist schwer und massiv, das spürt man sofort, wenn man es in die Hand nimmt", schilderte JRG Aufsichtsrat Wiegleb.
Bis zum 30. Oktober ist die Ausstellung "Idee und Wirklichkeit" im Bildungszentrum zu sehen.
Montags bis freitags sind die Räume jeweils von 9 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Fotos + Text mit freundlicher Genehmigung von:
Wolfsburger Nachrichten vom 02.09.2005
Wolfsburger Kurier vom 07.09.2005
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